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Geschichte der Klinik
1842Gründung des Kinderspitalvereins unter dem besonderen Schutz von Frau Anna Freiin von Brandhofen, der Gemahlin von Erzherzog Johann

1843Eröffnung eines provisorischen Spitals mit 8 Betten in zwei Krankenzimmern in der Klosterwiesgasse

1846Übersiedelung in ein einstöckiges, neu erbautes Haus mit "Gärtchen" in der Villefortgasse. Die Bettenzahl wurde von Anfangs 16 bald auf 28 vergrößert

1859Ankauf der "Schmutterschen Realität zum roten Apfel in der Nähe des waldreichen Rosenberges"

1873Beschluß des Ministeriums, im neu zu erbauenden Kinderspital eine Klinik für Kinderkrankheiten mit eigenem klinischen Vorstand zu eröffnen

1877Nach 2 Jahren Bauzeit geht das neue, nach seiner Schutzfrau Gräfin Anna von Meran benannte "Anna Kinderspital" offiziell in Betrieb. Neben der medizinischen und chirurgisch okulistischen Abteilung wurde eine Abteilung für Kinder mit ansteckenden Krankheiten untergebracht

1890Man zählte 4500 ambulante Patienten, so daß das Ambulatorium vom 1. Stock in das Erdgeschoß verlegt wurde

1895Unterbringung der Lehrkanzel für Kinderheilkunde und Übertragung der ärztlichen Leitung des Spitals dem "klinischen Lehrer"; als Folge treten der Primarius der chirurgischen Abteilung Dr. Benjamin Ipavic und der Ophthalmologe Dr. Carl Keller nach zwanzig Jahren Dienst zurück. Konsiliarius für Chirurgie wird Dr. Ludwir Ebner und dessen Assistent Hans Spitzy

1897Anschaffung des ersten Röntgenapparates

1899Unter Professor Theodor Escherich weht ein neuer Wind; ein Hörsaal für 60 Hörer und ein Isoliertrakt werden errichtet, Zentralheizung, Warmwasserleitung und elektrisches Licht werden eingeleitet

1905Hans Spitzy habilitiert sich und wird Leiter der chirurgisch orthopädischen Abteilung

1906Im Jahresbericht finden sich 686 Operationen bei 252 Narkosen

1913Spitzy wird nach Wien berufen, sein Nachfolger ist Philipp Erlacher

1915Einberufung aller Assistenten und Sekundarärzte zur Armee, daher Schließung der chirurgisch-orthopädischen Abteilung

1918Rückkehr von Erlacher aus dem Krieg

1932Übersiedelung der Infektionsabteilung in das neue Haus im Bereich des Landeskrankenhauses. Damit begann die Auflösung der Einheit des Anna-Kinderspitals

1938Wilhelm Schäfer wird Nachfolger von Philipp Erlacher

1939Auflösung des Kinderspitalsvereins, das Vermögen wurde dem Land Steiermark überantwortet. Übersiedelung der chirurgisch-orthopädischen Abteilung in das nahegelegene Sanatorium Theresia

1955Ausgliederung der chirurgisch-orthopädischen Kinderabteilung als Landesabteilung aus der Kinderklinik

1973Zustimmung zur Errichtung einer Universitätsklinik für Kinderchirurgie

1975Besetzung der zugehörigen Lehrkanzel, damit war die Kinderchirurgie erstmals in Österreich eigenständig an einer Universität vertreten

1976Organisation des 1. Österreichisch-Deutsch-Schweizerischen Kinderchirurgiekongresses. Bezug der neuerrichteten Intensivstation

1978Installierung der neuen Röntgenanlage "Infantoskop"

1980Anschaffung eines Sonographiegerätes und eines Operationsmikroskops

1982Die Kinderchirurgie erhält den Status einer Universitätsklinik

1983Gründung des Österreichischen Komitees für Unfallverhütung im Kindesalter

1986Verkauf des bisherigen Areals Mozartgasse Heinrichstrasse durch das Land an den Bund und Widmung des Erlöses für den Neubau

1989Einrichtung einer Untersuchungsstelle für Sport und Leistungsmedizin. Spatenstich für den Neubau

1992Die psychotherapeutische Betreuung verletzter Kinder wird aufgenommen

1993Nach 3-jähriger Bauzeit wird der Neubau der Kinderchirurgie gerade 150 Jahre nach dem ersten Kinderspital in Graz eröffnet


Zuletzt bearbeitet am 26.03.2008 um 09:48